Veränderte Erwartungen von Mietern und Eigentümern: hin zu immer intelligenteren und komfortableren Häusern
- crohrbach
- 5. Okt. 2024
- 3 Min. Lesezeit

In den letzten Jahren beobachten wir einen regelrechten Wandel in den Erwartungen von Mietern und Eigentümern an den Wohnraum. Was einst ein Bonus war, gilt heute als unverzichtbar: das vernetzte und intelligente Zuhause. Diese Entwicklung ist vergleichbar mit der des Automobilsektors, der sich von klassischen mechanischen Fahrzeugen zu Autos voller Elektronik und Bordcomputer entwickelt hat. Dieser Vergleich mit dem Auto ist gar nicht so weit hergeholt: So wie wir ein modernes Auto ohne Fahrassistenz, GPS und Konnektivität nicht mehr entwerfen könnten, wird es immer schwieriger, sich ein Haus ohne ein Minimum an vernetzter Technologie für Komfort und Energiemanagement vorzustellen .
Die wachsende Rolle der Technologie in modernen Häusern
Während die Idee eines Smart Home vor einem Jahrzehnt teure Installationen hervorrief, die einer Handvoll Enthusiasten vorbehalten waren, sieht die Realität heute ganz anders aus. Die Integration von Hausautomationstechnologien – oder um einen moderneren Begriff zu verwenden, intelligenter und skalierbarer Lösungen, wie ich sie in casasmooth hervorhebe – ist zu einer Standardanforderung geworden. Fernsteuerungssysteme für Heizung, Beleuchtung und Sicherheit gelten für Mieter und Eigentümer auf der Suche nach Komfort und Energieoptimierung schon fast als „Muss“.
Mieter von heute erwarten ein Zuhause, das das Leben erleichtert, den Energieverbrauch optimiert und mehr Sicherheit bietet. Eigentümer wiederum sehen in diesen Technologien nicht nur eine Möglichkeit, diese Erwartungen zu erfüllen, sondern auch eine Chance, ihre Immobilie aufzuwerten.
Das Smart Home: Von der Option zum Standard
Kehren wir zum Vergleich mit dem Automobil zurück, wird deutlich, dass das, was das digitale Armaturenbrett für ein Auto darstellt, intelligentes Energie- oder Sicherheitsmanagement für ein Haus darstellt. Bis vor wenigen Jahren waren Optionen wie Einparkhilfe oder integriertes Infotainment den High-End-Modellen vorbehalten. Heute sind sogar Einsteigermodelle damit ausgestattet. Ebenso werden Lösungen zur Automatisierung von Beleuchtung, Temperatur oder Videoüberwachung immer weiter verbreitet, die einst als Gadgets für Nischenmärkte galten. Wir fragen uns nicht mehr, ob ein Haus „verbunden“ ist, sondern inwieweit dies der Fall ist.
Allmähliche, aber unvermeidliche Einführung: Schwerpunkt auf der Schweiz, Frankreich und Deutschland
Je nach Land variieren die Erwartungen ein wenig, in der Schweiz, Frankreich und Deutschland ist der Trend jedoch ähnlich. In der Schweiz beispielsweise ist intelligentes Energiemanagement besonders gefragt, ganz im Sinne des tief in der Bevölkerung verankerten Umweltbewusstseins. Zu den beliebtesten Funktionen gehören vernetzte Wärmekontrollgeräte wie intelligente Thermostate.
In Frankreich wächst der Smart-Home-Markt mit einer steigenden Nachfrage nach Technologien zur Förderung der Sicherheit (vernetzte Kameras, intelligente Schlösser), aber auch nach Unterstützung für ältere Menschen. Die Alterung der Bevölkerung drängt uns dazu, Lösungen zu entwickeln, die es dieser Generation ermöglichen, länger zu Hause zu bleiben und gleichzeitig ihre Sicherheit und ihren Komfort zu gewährleisten.
In Deutschland, wo die Baubranche oft an der Spitze der Innovation steht, konzentrieren sich die Erwartungen auf energieautarke Häuser. Mieter und Eigentümer wünschen sich Lösungen, die Energieunabhängigkeit durch Solarpaneele, Speicherbatterien und Energiemanagementsysteme ermöglichen, die durch vernetzte Technologien optimiert werden.
Ähnliche Probleme wie beim Auto
Smart-Home-Hersteller und Smart-Home-App-Entwickler stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie die Automobilindustrie: Benutzerfreundlichkeit und technische Raffinesse zu vereinen. So wie ein modernes Auto eine übersichtliche Benutzeroberfläche zur Verwaltung einer Vielzahl von Funktionen bietet, muss ein vernetztes Zuhause ein nahtloses Benutzererlebnis bieten, häufig über mobile Apps oder Sprachschnittstellen wie Google Assistant, Alexa oder Siri.
Allerdings bleibt die Sicherheit , genau wie beim Auto, ein großes Thema. Digitale Sicherheit, diesmal mit der Frage des Schutzes personenbezogener Daten und verbundener Systeme. Ein Smart Home ohne solide Firewall ist genauso riskant wie ein vernetztes Auto mit einem gehackten System.
Die Zukunft: Komfort und Innovation
Die Erwartungen werden sich mit der Technologie weiterentwickeln. So wie Autofahrer jetzt selbstfahrende Autos und Fahrassistenzsysteme verlangen, werden sich Mieter und Hausbesitzer nicht mehr nur mit WLAN für ihr Zuhause zufrieden geben. Sie wollen Systeme, die sich selbst regulieren, ihre Gewohnheiten erlernen und nahezu autonom arbeiten können.
Die Entwicklung der Erwartungen von Eigentümern und Mietern verläuft unbestreitbar ähnlich wie beim Automobil. Was einst Luxus war, ist zum Standard geworden, und das Zuhause der Zukunft wird wie das Auto ein Zentrum hochentwickelter Technologie sein, das unserem Komfort und Wohlbefinden dient.
So wie Autos die On-Board-Computing-Technologie eingeführt haben, werden auch Privathaushalte immer ausgefeiltere, aber diskretere Lösungen nutzen, die es uns ermöglichen, absoluten Komfort ohne Anstrengung zu genießen.
Comments